Wicker
Durch den Bau der Umgehungsstraße soll der Verkehr in ihrem Stadtteil um 28,9% abnehmen. Die Flörsheimer Straße würde hierbei lediglich um 2,4% entlastet! Zwischen 37,5 und 41,5 % soll die die Entlastung in der Kirschgartenstraße liegen. Allerdings ist in diese Berechnungen nicht das persönliche Empfinden der Autofahrer mit eingegangen. Soll eine Umgehung für den Ortsteil Wicker funktionieren, so müssten sowohl die B 40(neu) wie auch die B 519 (neu) realisiert werden. Der Verkehr soll dann über die beiden neuen Straßen und die L 3028 (Landesstraße zwischen Flörsheim und Hochheim, die direkt an der Keramag vorbeiführt) geführt werden. Für Pendler würde dies im Vergleich zur weiteren Nutzung der Ortsdurchfahrten Wicker und Weilbach die doppelte Wegstrecke sowie 9 Ampelkreuzungen bedeuten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Umgehungen angenommen werden. Dies hat im Juli 2006 auch die Stadtverordnetenversammlung festgestellt (Drucksache des Magistrats der Stadt Flörsheim Seite 5:
Drucksache XVI / 0038-D).
Unterhalb Wickers wird dann die Umgehungsstraße verlaufen und der Lärm der 14.000 PKW/Tag und der 2.000 LKW/Tag wird nach Wicker hinaufschallen. Auch ein Wandern in die Flörsheimer Kernstadt ist dann nicht länger relativ ruhig (soweit es der Fluglärm zulässt) sondern wird durch den zusätzlichen Verkehr zu einer Tortour.
Direkt unterhalb des Wickerer Berges ist eine Ampelgesteuerte Kreuzung mit der neuen B 519 vorgesehen. Hier wird ein Unfallschwerpunkt (für z.B. zur Schule mit dem Fahrrad fahrender Kinder) geschaffen.
Fazit:
Es ist unwahrscheinlich, dass die Umgehungen von Pendlern angenommen werden, um die Ortsdurchfahrten von Wicker und Weilbach zu meiden.
Zudem würde ein auch für Wickerer bedeutsames Naherholungsgebiet unwiederbringlich verloren gehen.