Weilbach:
Der Ortsteil Weilbach würde durch den Bau der Umgehungsstraße stark entlastet (67,6 % für den gesamten Stadtteil). Zwar ist diese Entlastung ebenso fragwürdig wie in Wicker, was den Verkehr auf der B 40 betrifft, aber es ist unumstritten, das der Ortsteil Weilbach einer Entlastung bedarf. Der Grund ist das im Süden von Weilbach angesiedelte Gewerbegebiet. Die Lastwagen müssen raus aus Weilbach. Hier muss allerdings nicht eine 7,748 km lange Straße gebaut werden. Ein Zubringer vom Gewerbegebiet zu einer Autobahn wäre vollkommen ausreichend. Die BIGU ist lediglich gegen die sich jetzt in der Planfeststellung befindliche Variante!
In der Frankfurter Straße würde der Verkehr im Bereich der L 3265 (östlich der Ampelkreuzung in Richtung Hattersheim) nach der Realisierung der Umgehung laut Prognose um 23,4 % zunehmen, die 100% Entlastung der Hofheimer Straße soll durch eine Sperrung dieser erreicht werden.
Durch die Realisierung der B 519(neu) würde die Umgehungsstraße unmittelbar unterhalb des "Dichterhügels" verlaufen und die verlängerte Schillerstraße kreuzen. Sie würde auch empfindlich nah an das Naturschutzgebiet "Weilbacher Kiesgruben" reichen, und dieses Biotop existenziell bedrohen.
Im Bereich zwischen dem Sportplatz der "Germania Weilbach" und dem Ortsrand von Weilbach würde die Kreuzung der L 3265 mit der B 519 (neu) liegen. Diese soll 8-spurig sein! Unfälle und Probleme beim Überqueren für Fußgänger, Kinder und Radfahrer sind vorprogrammiert!
Fazit:
Für Weilbach muss etwas getan werden. Die vorgelegte Planung verspricht Entlastung, jedoch ist diese mit kleineren Bauvorhaben ebenso zu erreichen.
Mit der Kreuzung im Bereich des Sportplatze wird ein weiterer Unfallschwerpunkt geschaffen.
Auch in Weilbach würden wertvolle stadtnahe Erholungsbereiche durch den Bau der Umgehungsstraße für immer verloren gehen.