Scheinlösung zu Lasten der Umwelt
Verdrängt werden die Folgen einer neuen Straße an den Rand und außerhalb von Ortschaften: Natur- und Kulturlandschaften werden zerstört, Lebens-, Erholungs- und Siedlungsräume zerschnitten und durch Lärm und Luftschadstoffe belastet. Durch die zusätzlichen Straßen nimmt der motorisierte Individualverkehr zu, während sich die Position des öffentlichen Nahverkehrs weiter verschlechtert. Spätestens in den Ballungsräumen staut sich der Autoverkehr wieder. Hier ist aber keine Entlastung mehr möglich,
es fehlen die Flächen. Auch für die Verkehrssicherheit sieht es schlecht aus: Der verbesserten Situation
auf der Ortsdurchfahrt stehen teilweise weitaus schwerere Unfälle mit mehr Toten und Schwerverletzten auf der Ortsumfahrung gegenüber. Sie resultieren aus den dort üblichen höheren Geschwindigkeiten gegenüber
der Ortsdurchfahrt.
Bundesfernstraße B519Neu

Flörsheim Kernstadt
Sollte die B 519 gebaut werden, so würde sie beginnend an der Opelbrücke nördlich die Kernstadt umschließen. Im Bereich der Windthorststraße soll die neue Umgehungsstraße sehr nah an die Bebauung heranrücken, so dass ein Lärmschutzwall von 6 Metern Höhe und 313 Metern Länge für diesen Bereich vorgesehen ist.
Zwischen der Opelbrücke und der Kreuzung mit der Wickerer Straße muss der Kreuzweg (der betonierte Wanderweg in Richtung Geißberg) umgelegt und über die Trasse überführt werden. Dies gilt auch für Abschnitte des Wartweges (ein weiterer Wanderweg in diesem Bereich). Ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Flörsheimer Bevölkerung wäre unwiederbringlich verloren. Für diesen Bereich wird eine Belastung mit 13.500 PKW/24h prognostiziert, d.h. alle 6 Sekunden ein PKW (am Tag natürlich deutlich mehr als in der Nacht). Zudem wird für die gesamte B 519 von einer Belastung mit 2.000 LKW/Tag ausgegangen!
Die B 519 (neu) soll nach der Kreuzung mit der Wickerer Straße etwas nördlich des Autohauses Günther und Schmitt die B 519 (alt) kreuzen. Die Entfernung vom Neubaugebiet Nord liegt zwischen 250 und 500 Meter. Der Wanderweg in Richtung Wicker (Höllweg) muss ebenfalls über die Trasse geführt werden. Für diesen Bereich wird eine Belastung mit 14.000 PKW/24h prognostiziert, d.h. auch hier fahren alle 6 Sekunden ein PKW (am Tag natürlich deutlich mehr als in der Nacht). Zudem wird für die gesamte B 519 von einer Belastung mit 2.000 LKW/Tag ausgegangen, d.h. alle 43 Sekunden ein LKW!
Die vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Wiesbaden prognostizierten Entlastungen für die gesamte Kernstadt betragen lediglich 18,6% (Erläuterungsbericht zur Planfeststellung, Tabelle 1, Seite 11)! Für die BGM.-Lauck-Straße werden Entlastungen zwischen 25,7 und 30,4% prognostiziert, die nördliche Verlängerung der Rheinallee würde gar nicht entlastet und in den Hauptdurchgangsstraßen der Flörsheimer Innenstadt, der Haupt- und Grabenstraße würde die Entlastung lediglich 13,0 bzw. 13,1 % betragen. Das würde bedeuten, dass statt jeder 13. Sekunde nur alle 15 Sekunden ein Auto diese Straßen passieren würde. Diese Entlastung ist nicht wahrnehmbar! Auch ist die Vorstellung, dass durch diese geringen Entlastungen sich eine blühende Innenstadt etablieren würde utopisch! Tatsächlich haben die Geschäfte in der Bahnhofsstraße seit Schließung des Bahnüberganges erhebliche Umsatzeinbußen.
Fazit:
Für die Flörsheimer Kernstadt würde der Bau der B 519 (neu) nur geringe Verkehrsentlastungen bringen (18,6% für die gesamte Kernstadt). Dem gegenüber würde ein Mehr an Verkehr um den Ort herum fahren. 14.000 PKW und 2.000 LKW am Tag! Die wichtigsten Naherholungsgebiete der Flörsheimer Bevölkerung wären empfindlich getroffen. Nur für die Bürger im Bereich Windthorststraße würde ein Lärmschutz gebaut, die anderen Randbereiche müssten mit der zusätzlichen Lärm- und Schadstoffbelastung alleine klarkommen - da keine Grenzwertüberschreitungen prognostiziert sind.
Bundesverkehrsministerium:
Bei den meisten geplanten Ortsumfahrungen fallen die Entlastungseffekte wegen des im Ort verbleibenden Binnen-, Ziel- und Quellverkehrs nur sehr gering aus. Entsprechend kommen die städtebaulichen Bewertungen des Bundesverkehrsministeriums im BVWP 2003 zu dem Ergebnis, dass von den zwei-streifigen Bundesstraßen im Vordringlichen und Weiteren Bedarf knapp 50 Prozent (Gesamtkosten 12,2 Mrd. Euro) keine nennenswerte oder nur
eine geringe Bedeutung für die Entlastung der Ortsdurchfahrt haben (vgl. Grafik zur innerörlichen Entlastungswirkung). Um die Lebensqualität der Menschen in diesen Orten zu erhöhen, ist statt der Scheinlösung Ortsumfahrung nur ein Maßnahmenmix aus Geschwindigkeitsreduktion und Umbau der Ortsdurchfahrt (Kreisverkehre, Querungshilfen, attraktivere Bedingungen für Radverkehr und ÖPNV) sowie überörtlicher Verkehrslenkung zielführend. Dafür wird zwingend ein Verkehrsentwicklungsplan benötigt, der alle Verkehrsträger in den Blick nimmt. Nur für 5 Prozent der Umfahrungen ergab die Auswertung des BMVBW eine sehr hohe oder herausragende Bedeutung für die Entlastung der Orte.
Nein zur Bundesfernstraße B519 neu durch unser Naherholungsgebiet!
Naherholungsgebiet erhalten
Das letzte zusammenhängende Naherholungsgebiet darf nicht zerstört werden, zumal bei der Realisierung der „Großen Lösung“ eine zusätzliche Belastung für die Bürger im Neubaugebiet „Nord“ sowie in der Gesamten Windthorststraße entstehen würde. Dabei sollte auch auf den zu erwartenden Verkehrslärm aufmerksam gemacht werden. Sollte die Große -Umgehungsstrasse realisiert werden, werden wir, die Flörsheimer Bürger für immer von unserem Naherholungsgebiet abgeschnitten. Um den besonders belasteten Ortsteil Weilbach vom Durchgangsverkehr zu entlasten, fordern wir die „Kleine Lösung“ für Weilbach“. Als Beispiel für so viele unsinnige Projekte sei an dieser Stelle der Verlauf der heute fertig gestellten „Hertie – Unterführung“ mit einer Unfall trächtigen Kreuzung ohne Kreisel (auch vor über dreißig Jahren geplant)zu erwähnen. Unbestreitbar hat sich durch die Inbetriebnahme der Hertie-Unterführung und der damit einher gehenden vorhersehbaren Verschiebung der Verkehrsströme eine stärkere Belastung des Wohngebietes rund um die Riedstrasse/ Altmaierstrasse und Rheinallee ergeben. Nach den Vorstellungen der FREIEN BÜRGER hätte die Hertie – Unterführung hinter dem Gelände von Günther und Schmitt auf die Weilbacherstrasse münden müssen und nicht durch ein Wohngebiet führen dürfen.
Deshalb lehnen DIE FREIEN BÜRGER die vor über dreißig Jahren geplante Lösung der „Großen Umgehungsstrasse“ ab.
Der BUND Hessen lehnt die vorgelegte Planung der B519neu ab. [mehr]
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Wir fordern die "kleine Ortsumfahrung" für Weilbach!!!
Aktuelles Flugblatt als PDF (hier klicken)

Die sogenannte Ortsumgehung ist eine Alternative für überregionalen Verkehr! Durch den Bau würden wir Durchgangsverkehr, der sonst die Autobahnen nutzen würde, in unser direktes Umland ziehen. Dies kann nicht der Sinn einer Planung sein, die sich rühmt mehr Lebensqualität für die Flörsheimer Bevölkerung zu bringen!

9 Ampeln auf der Umgehungsstraße B40 / B519!
Verkehr
Verkehr ist in unserer Gesellschaft ein immer wiederkehrendes Thema. Es wird viel darüber diskutiert, manchen passiert zu wenig, anderen zuviel. Seit mehr als vierzig Jahren wird in unserer Stadt eine erfolglose Verkehrspolitik betrieben, unsere Stadt wird bewusst in zwei Lager gespalten. Aus Sicht der“ Freien Bürger“ muss Politik eine tragbare Lösung bieten. Unser Konzept ist das des Mittelweges, bei Öffentlichen Personennahverkehr, wie beim Individualverkehr. So sind wir keine Befürworter einer Verkehrsberuhigung um jeden Preis, wirtschaftlich unvernünftig und an manchen Stellen unnütz. Aber wir orientieren unsere Ziele an den Schwächsten in unserer Verkehrsgesellschaft, und das sind nun mal die Kinder und die alten Menschen in unserer Stadt. Sie dürfen wir bei alledem nicht vergessen.
Das dfb – Konzept: Schritt für Schritt zu mehr Lebensqualität
Es ist an der Zeit gemeinsam Alternativen zu entwickeln, wie in Zukunft die Verkehrswege B519/B40, die Weilbach betreffen, gestaltet werden, um die Anwohner- und Nutzer Belastungen zu reduzieren. Ortsumgehung bzw. sinnvoller Ausbau bestehender Straßen sind hierbei ins Auge zu fassen. Unbestreitbar muss für unseren Ortsteil Weilbach eine Lösung gefunden werden, um die in Stoßzeiten unzumutbare Lärmbelästigung und Gefährdung zu mindern. Dort bündelt sich der Verkehr der beiden Bundesstraßen B519, B40 und der Landesstraßen L3265, L3366. Bei der Suche einer menschen- und umweltverträglichen Trassenführung einer solchen Ortsumgehung Weilbach, sind wir fündig geworden. • Südostumfahrung von Weilbach, die zwischen der vorhandenen Autobahnbrücke der A3/ICE, B519 (Rüsselsheimer Straße) und dem Ortseingang Weilbach abzweigt und in Höhe der Raunheimer Straße südöstlich des Industriegebietes (eventuell Einbeziehung der Industriestr.)auf die festgestellte Trasse trifft.
•Weilbach: Hofheimer Straße Verteilung Auffahrt zur A66 in Richtung Frankfurt über Frankfurter Straße Ost und AB Anschluss Hattersheim.
• Weilbach: Ampelanlage ab 23:00 Uhr, (zur Zeit gelb), nur bei Geschwindigkeitsgerechter Annäherung umschalten auf Grün. (verhindert Raserei nachts)
• Fahrbahnverschwenkungen an allen Ortsein- und Ausfallstraßen.
• Nachtfahrverbot des LKW-Durchgangsverkehrs.
• Tempo 30 an allen Schulen und Kitas (auch an Land- und Bundesstraßen).
• Schaffung von zusätzlichen Querungshilfen durch Zebrastreifen. Schaffung eines durchgängigen Fuß- und Radwegenetzes.
• Radwege von Flörsheim nach Eddersheim (L3006), von Wicker nach Weilbach (B40), von Wicker nach Massenheim (L3015) und Teilstück vom Schießstand (Alte Brennöfen) bis „An den Felsenkellern“.
• Nach Fertigstellung und Neugestaltung des Axthelm- und Rathausgeländes, sollte in naher Zukunft das Gebiet um den Bahnhof in eine verkehrsberuhigte Zone umgewandelt werden.
• Prüfung einer Neukonzeption der Verkehrsführung in Flörsheim und seinen Stadtteilen („Shared Space“, auf deutsch etwa: gemeinsam genutzter Raum; Raum für alle).
• Verbesserung des Lärmschutzes
Vernünftige Verkehrspolitik, Zeitgemäße Moderne Verkehrsmaßnahme, Regulierung und teilweise Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus Flörsheim und seinen Stadtteilen, deshalb einen zügigen Bau der dringend erforderlichen „Ortsumfahrung für Weilbach“ auf eine Umweltschonende Art. Radwegnetz erweitern, den Bau von Fahrradwegen zwischen allen Ortsteilen und den Benachbarten Gemeinden.
Die Schaffung von dauerhaftem „Tempo 30-Regelungen“ in den Wohngebieten, in besonderen Fällen die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen, sowie einen Kreisel im Bereich Weilbacher Straße – Rheinallee, Flörsheimer Straße – Kirschgartenstraße (Wicker) und Frankfurter Straße – Raunheimer Straße (Weilbach). Weiterhin kämpfen wir gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens, „bis zur endgültigen Entscheidung“.